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1923 - 1937 |
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Chronik der wichtigsten Ereignisse
1926
Im Oktober 1926 fiel der Meierhof des Petrinums - seit 1894 im Besitz des Diözesanhilfsfonds - einem Brand zum Opfer, ein dramatisches Ereignis, das auch in der Tagespresse entsprechenden Niederschlag fand.

1931
Am 5. Oktober 1931 starb Regens und Direktor Hofrat Prälat Dr. Johann Zöchbaur - in seiner 30 Jahre dauernden Amtszeit hatte dieser Mann das Petrinum wesentlich geformt.
Zum Nachfolger als Regens und Direktor ernannte Bischof Gföllner am 29. 10. 1931 den bisherigen Vizedirektor Prof. Dr. Franz Eibelhuber, der bis 1950 die Geschicke des Petrinums leitete.
1934
Im Februar 1934 kam es in Linz zum Ausbruch des Bürgerkrieges. Auch das Petrinum war Schauplatz dramatischer Ereignisse wie aus den folgenden Zeitungsausschnitten zu entnehmen ist.

Die umfangreiche Berichterstattung des Linzer Volksblattes zu den Ereignissen des 12. Februar 1934 enthielt auch eine Meldung über Schüsse in der "Petrinumsiedlung" (Seite 9).
Zitat: "Bei der Rieseneder-Ziegelei in der Landgutstraße sammelten sich Straßenbahner und andere Schutzbündler mit Gewehren. Ein Lastauto fuhr bei der Ziegelei vor, es scheint dort irgendeinen Schlupfwinkel für Munition gegben zu haben. Die Schutzbündler rückten dann gegen die Höhe hinauf und verbargen sich in den Schrebergartenhütten. In der Petrinumsiedlung wurde geschossen."
Konkreter ist der Bericht vom Dienstag, dem 13. 2. 1934, auf Seite 11 des Linzer Volksblattes.
Inhalt: Im Petrinum, in dessen Nähe sich der Schutzbund versammelt hatte, wurden sofort die Eingänge verbarrikadiert, worauf die Schutzbündler nicht ins Gebäude eindringen konnten. Eine Militärschipatrouille, die vom Pöstlingberg kam und von den Vorgängen in Linz nichts wußte, mußte vor den Schutzbündlern ins Petrinum flüchten. Dabei nahm man drei Schutzbündler gefangen und rüstete sich mit deren Waffen aus, auch Eisenstangen und Turngeräte sowie die Waffen aus der Theatergarderobe des Petrinums wurden zur Verteidigung herangezogen.
Allerdings wurden von den Schutzbündlern Pfarrer Rohrmoser und der Petriner-Professor Rauchbauer als Geiseln genommen. Die Schutzbündler forderten nun die Herausgabe ihrer gefangenen Kameraden, indem sie drohten, das Petrinum zu beschießen. Daraufhin wurden die Gefangenen freigelassen.

1935
Im Jahre 1935 feierte die Diözese Linz ihr 150jähriges Bestandsjubiläum. Im Zuge der Feiern, in die das Petrinum eingebunden war - beehrte Kardinal Dr. Theodor Innitzer am 29. 9. 1935 das Haus mit seinem Besuch.

Zu diesem Zeitpunkt stand das Petrinum bereits wieder "in voller Blüte" - 320 Schüler besuchten die Anstalt, deren Ausstattung sich nun wieder auf hohem Niveau befand.